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26% der Südwasserreserven der Erde befinden sich in Südamerika. Das Becken des Amazonas (das größte der Erde) und des Parana zeichnen sich durch ihre enorme Ausdehnung aus. Aufgrund seiner geologischen Struktur weist der Kontinent zwei große Flußarten auf: die in den Atlantik mündenden Flüsse, die lang sind, große Wassermengen mit sich führen und ruhige Gewässer haben sowie die in den Pazifik mündenden kurzen Flüsse, die wegen des hohen Gefälles schnell fließen.
Der Amazonas Mit einer Fläche von 7,5 Millionen km2, die 25% des Kontinents bewässern und die Gebiete Brasiliens, Guyanas, Venezuelas, Kolumbiens, Perus, Ecuadors und Boliviens entwässern, ist das Amazonasbecken das größte Flußbecken der Welt. Der Wasserlauf des Amazonas führt die weltweit größte Wassermenge eines Flusses mit einem durchschnittlichen Volumen von 230 000 m3 Wasser pro Sekunde. Kein Strom der Erde hat so viele Nebenflüsse wie der Amazonas (1 000). Berücksichtigt man die Flußverbindung Amazonas-Ucayali-Apurimac, so ist der südamerikanische Riese mit 6 872 km der längste Fluß der Erde. Er entspringt im Andengebirge (Peru) und bahnt sich über die Hälfte seines Weges (fast) ohne Höhenunterschied (nur 60 m auf 3 500 km). Im zweiten Abschnitt erreicht er eine Breite von bis zu 20 km. Er bildet einen Trichter von 400 km und seine Gewässer ergießen sich auf einer Breite von 150 km in den Atlantik. Auf einem engeren Abschnitt seines Weges in Obidos (Brasilien) erreicht er 240 m Tiefe und kann von Schiffen aller Tonnagen bis zum Hafen von Iquitos in Peru befahren werden.
Der Titicacasee Mit einer Fläche von 8 300 km2 ist der Titicacasee der größte See Südamerikas und der höchstgelegene schiffbare See der Welt (er liegt 3 810 m über dem Meeresspiegel). Er erstreckt sich zwischen den Hoheitsgebieten von Bolivien und Peru, hat eine Länge von 196 km und eine maximale Tiefe von 240 m. Aus seinen Gewässern entspringt der Desaguadero, der ihn mit einem anderen See, dem Poopo in Bolivien, verbindet. Seine Präsenz mildert die extremen Temperaturen, die für das trockene Klima der Hochanden typisch sind.
Das Hydrovia-Projekt Mit dem Hydrovia-Projekt Paraguay-Parana soll die Schifffahrt im Becken des Rio de la Plata, genauer gesagt im Abschnitt zwischen Puerto Caceres (Brasilien) und Nueva Palmira (Uruguay) verbessert werden. Es handelt sich dabei um einen künstlichen Wasserlauf mit einer Länge von 3 400 km, der durch fünf Länder (Argentinien, Uruguay, Brasilien, Paraguay und Bolivien) führen und eine Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung des Mercosur werden. Das Projekt umfaßt mehrere Etappen (u.a. Beseitigung von Gestein, Ausbaggern, Markierung usw.), um eine bestimmte Tiefe des Kanalas zu erreichen und den Verkehr mit Schiffen mit großer Tonnage sowohl tagsüber als auch nachts das ganze Jahr hindurch zu ermöglichen. Hydrovia ermöglicht den Austausch erheblicher Mengen regionaler Produkte über große Entfernungen zu geringen Kosten und stellt eine bedeutende Verbindungsachse dar. Der größte Staudamm der Welt Die achtzehn Turbinen des Itaipu (Brasilien/Paraguay), der als das größte Wasserkraftwerk der Welt gilt, können die Wasserkraft des Parana in eine Leistung von 12 600 MW umwandeln. Diese Energieleistung deckt nicht nur den gesamten Bedarf Paraguays, sondern versorgt auch Teile von Brasilien. Der 8 km lange und 196 m hohe Staudamm wurde 1982 fertiggestellt und zum großen Teil durch brasilianisches Kapital finanziert.
Der Uyuni-Salzsee Der Uyuni-Salzsee ist der größte Salzsee Boliviens. Er befindet
sich 3 660 m über dem Meeresspiegel im bolivianischen Hochland; seine Fläche beträgt
Der Orinoko Mit einer Länge von 2 470 km gehört der Orinoko zu den längsten Flüssen Südamerikas. Er entspringt am Fuße des Pico Redondo an der Grenze zwischen Venezuela und dem brasilianischen Bundesstatt Roraima. Der Orinoco durchquert venezolanisches Gebiet und bildet in seinem zentralen Teil auf einer Länge von über 300 km die natürliche Grenze mit Kolumbien. Nachdem er Venezuela von westlicher in östlicher Richtung durchquert hat, fließt er in den Atlantik. Von Schiffen mit großer Tonnage kann der Fluß von seiner Mündung bis nach Ciudad Bolivar befahren werden.
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