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Das Relief Südamerikas wird zum großen Teil durch die Anden bestimmt, die sich von Venezuela bis in das südliche Chile parallel zum Pazifik ausdehnen. Westlich der Kordilleren sind es nur rund zehn Kilometer bis zur Küste. Östliche befindet sich ein riesiges Schwemmland (Orinoco-, Amazonas- und Parana-Becken), das durch die Hochebenen von Guyana und von Brasilien begrenzt wird.

Mittelamerika ist eine zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifischen Ozean gelegene Landenge mit Gebirgslandschaft.

Plattenkollision

Süd- und Mittelamerika zeichnen sich durch Gebiete aus, in denen sich die tektonischen Platten heftig aneinander reiben. An der Pazifikküste schieben sich die Nazsaplatte und die Kokosplatte unter die Südamerikanische Platte und die Antillen. Durch die Hitze des Erdinneren schmelzen die Ozeanplatten in dem Maße, in dem sie sich unter die Kontinentalplatten schieben. Die dadurch entstehende Magma tritt durch eine Vielzahl von Vulkanen an der Erdoberfläche. Das Aufeinandertreffen dieser Platten verursachte die großen Erdbeben in Südamerika (Chile 1960; Peru 1970) und Mittelamerika (Nicaragua 1972; Guatemala 1976; Mexiko 1985; El Salvador 2001).

Die Anden, das Rückgrat Südamerika

Mit einer Länge von 7 500 km und einer maximalen Erhebung von 6 960 m auf dem Aconcagua-Gipfel sind die Anden die größte Gebirgskette der Welt, wenn man von den großen Bergketten Zentralasiens absieht. Die Anden liegen sehr nahe an der Pazifikküste und an zahlreichen Stellen teilen sie sich in zwei oder sogar drei parallele Gebirgszüge, insbesondere in Kolumbien, Peru und Bolivien. Die hohen Regionen unter diesen parallelen Gebirgsketten werden als Hochebene bezeichnet und erreichen mitunter mehr als 5 000 m Höhe.

Die Anden entstanden im Kreidezeitalter als Folge der Subduktion  der Pazifischen Platte unter die Amerikanische Platte. Die tektonischen Kräfte, die diese Kollision verursachten, sind heute der Grund für die Vulkanausbrüche und Erdbeben, die die Andenländer regelmäßig erschüttern.

Aufgrund der Höhe und der Längsausrichtung beeinflußt das große Andengebirge auch in gewissem Umfang das Klima.

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Geologie/Abbildung vergrößern

Gestaltendes Klima

Die Morphologie des südamerikanischen Kontinents wurde entscheidend durch das Klima geprägt. Die nachfolgende Karte zeigt die Niveauveränderungen der Meere und der Kontinentalmasse im Zuge der aufeinanderfolgenden (kalten) Eiszeiten und der (warmen) Zwischeneiszeiten.

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Während der Zwischeneiszeit stieg der Meeresspiegel aufgrund der zunehmenden Temperaturen und überschwemmte beriete Gebiete des Amazonas- und Parana-Beckens. Während der Eiszeit froren dagegen Ozeane und verursachten eine Senkung des Meeresspiegels sowie das Auftauchen von Gebieten, die heute im Meer versunken sind. Eine weitere Folge der Eiszeit war die Entstehung zahlreicher großer Glazialseen. Heute noch sind die Überbleibsel von Seen zu beobachten, die im Laufe der Wisconsin-Eiszeit gebildet wurden, wie der Titicacasee in Peru oder aber der Lago Buenes Aires, der Largo Argentino oder der Lago Viedma in Argentinien, von denen noch viele von riesigen Gletschern gespeist werden.

Eisfelder (Patagonien)

Neben den enormen gefrorenen Wassermassen der Antarktis und Grönlands sind die Eisfelder von Patagonien das größte kontinentale Eisreservoir der Welt. Sie nehmen eine Fläche von 17 000 km2 ein und verteilen sich zwischen Chile und Argentinien im äußersten Süden der Anden. Aus diesem gewaltigen Eisplateau entstanden 47 Gletscher: 34 in Richtung des Pazifiks und 13 in Richtung des Atlantiks.

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Der Upsalagletscher

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