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Nordamerika ist wichtigster Produzent und bedeutendster Konsument von Energie und Erzen. Kanada und die USA verbrauchen 30% der für das Funktionieren aller Länder des Planeten notwendigen Energie. In Bezug auf die Industrie bestehen krasse Unterschiede zwischen den USA, Mexiko und den schwach industrialisierten Ländern der Karibik. Erze und Energie Der Boden Nordamerikas ist reich an Erzen und Energieträgern. Die USA und Kanada zählen u.a. zu den wichtigsten Produzenten von Aluminium, Platin, Zink, Gold, Kupfer und Kobalt. Kanada fördert ein Drittel der Weltproduktion an Uran, einem unerläßlichen Erz für die Kernenergie, deren Hauptproduzent für die Elektrizitätserzeugung mit 30,3% die USA sind. Mexiko ist das Land mit dem größten Silbervorkommen. Zugleich ist es viertgrößter Molybdänproduzent der Welt. Jamaika ist weltweit auf der vierten Stelle bei der Bauxitgewinnung. Darüber hinaus besitzt der Subkontinent große Erdgas- und Erdölvorkommen, deren weltweit zweit- bzw. fünftwichtigster Produzent die USA bzw. Mexiko sind. Seit 1975 nutzt auch Trinidad seine Erdölressourcen. Im Bereich der Wasserkraft ist Kanada dank seiner zahlreichen Wasserläufe Hauptproduzent, während die Inseln der Antillen den Großteil ihrer Elektrizität aus Verbrennungsprozessen (Erdöl, Gas, Kohle usw.) gewinnen.
Seit dem Zweiten Weltkrieg sind die USA das am stärksten industrialisierte Land mit einer unangefochtenen Führungsrolle in der Weltwirtschaft. Der bedeutendste Anteil an der Erwirtschaftung des BIP kommt den Industrien des Transportsektors (Autos, Flugzeuge, Raumfahrtausrüstungen usw.) sowie Elektrogeräten und der Chemie zu. Die Mehrheit dieser Industrien sind im nordöstlichen Teil des Landes angesiedelt, im Gegensatz zur Elektronik- und zur Hochtechnologiebranche, die es vorgezogen haben, sich im sogenannten Sun Belt im Südwesten der Vereinigten Staaten niederzulassen. Augenfälligster Ausdruck dieses neuen industriellen und wirtschaftlichen Konzepts ist Silicon Valley in der Bucht von San Francisco. Kanada konzentriert seine Industrien in der Umgebung der großen Städte (wie Vancouver, Winnipeg und Calgary) sowie entlang des Sankt-Lorenz-Kanals, wenngleich sich eine Zone von Hochtechnologieprodukten auch im westlichen Teil des Territoriums befindet. Mexiko besitzt zwei große Industriezentren: Mexiko-Stand und die Grenze zu den USA. Dieser Teil des Landes wurde dank der Zulieferwerke aufgewertet. Ihr Kapital stammt - ebenso wie die Geschäftsleitungen der Werke - aus dem Ausland und sie profitieren von den Niedriglöhnen der mexikanischen Arbeitskräfte. Mehrere Länder der Karibik wie Barbados, Jamaika und die Bahamas sind ebenfalls bestrebt, ausländische Investitionen anzuziehen, indem sie billige Arbeitskräfte anbieten.
Erdölexport (in Millionen Barrel/Jahr)
Erdölförderung (in Millionen Barrel/Jahr)
Import von Brennstoffen (Anteil an der Gesamtmenge der verbrauchten Brennstoffe in %)
Nutzung traditioneller Brennstoffe (Anteil am Gesamtwert der Wärmeenergie in %)
Stromverbrauch je Einwohner (in kWh)
Stromerzeugung (in Milliarden kWh)
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