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Das große Territorium Nordamerikas besitzt ausgedehnte, noch unberührte, Regionen und bietet eine Vielfalt an klimatischen und geographischen Kontrasten, die die Vegetation beeinflussen: von der enormen Masse des kanadischen borealen Waldes über die mythischen Prärien und die in zahlreichen Filmen als Kulisse dienenden Wüsten Kaliforniens bis hin zu den üppigen Tropenwäldern im Süden Mexikos.

Die amerikanische Prärie

Die großen Prärien der USA erstrecken sich über 10 Staaten - von Montana im Norden bis nach Texas im Süden. Die unberührte Prärie ist heute praktisch verschwunden, da sie zum Anbau von Getreide sowie als Weideland genutzt wird. Aus demselben Grund sind auch die Bisonherden und die Präriehunde sehr selten geworden oder ausgestorben.

Im Untergrund der Prärie liegt die Grundwasserreserve Ogallala, die größte der Welt, die jedoch wegen der übermäßigen Nutzung ihres Wassers bereits Anzeichen der Erschöpfung aufweist.

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Rückgang der Wälder der gemäßigten Breiten

Die sommergrünen Laubwälder der gemäßigten Breiten bestehen aus Bäumen, die ihre Blätter im Herbst verlieren, im Winter inaktiv sind und ihr Blattwerk im Frühling neu bilden. Somit dauert die Wachstumsperiode dieser Bäume allgemein nur 4 bis 6 Monate. Dieser Zyklus ist ein großartiges Beispiel für die Anpassung der Pflanzen an den Rhythmus der Jahreszeiten. Diese Wälder entwickeln sich in den Zonen zwischen dem 30. und 50. nördlichen Breitengrad, wo die jährlichen Niederschläge zwischen 750 und
2 500 mm schwanken und sich die Jahreszeiten stark, ja sogar extrem voneinander unterscheiden.

Vor langer Zeit bedeckten diese Wälder weite Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas, wurden jedoch vom Menschen ausgebeutet, der ihr Holz jahrhundertelang als Energiequelle und Baumaterial nutzte oder sie einfach fällte, um neue Anbauflächen zu gewinnen.

Praktisch bis zum Beginn der industriellen Revolution, als die Nutzung der Mineralkohle aufkam, stellte das Holz dieser Wälder die wichtigste Energiequelle der westlichen Welt dar. Die nachfolgende Karte veranschaulicht den Rückgang dieser Wälder in den Vereinigten Statten seit der Ankunft der Europäer auf dem Kontinent:

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Urwaldzonen auf dem Gebiet der USA um 1620 und 1990

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Bodennutzung/Abbildung vergrößern

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Natürliche Vegetation/Abbildung vergrößern

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