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In Nordamerika befinden sich die Länder mit der größten Zahl englischsprachiger Einwohner (USA) und spanischsprachiger Einwohner (Mexiko). Die indianischen und mexikanischen Sprachen, die verschiedenen Kreolensprachen der Antillen und die in den Familien bewahrten Muttersprachen der Einwanderer bestehen neben diesen beiden vorherrschenden Sprachen. Kanada hat sich für eine Zweisprachigkeit entschieden, um seinen französisch-englischsprachigen Ursprüngen treu zu bleiben. Die am häufigsten gesprochenen Sprachen in Nordamerika (Anzahl der Menschen, die diese Sprache sprechen)
Immigration in die USA Die USA sind ein Einwandererland. Selbst diejenigen, die heute die so genannte nichtausländische Bevölkerung bilden, stammen von Siedlern unterschiedlichster Herkunft ab, die den neuen Kontinent in aufeinander folgenden Wellen bevölkerten. Von 1850 bis 1930 stieg die Zahl der Einwanderer in die USA von 2,2 auf 14,2 Millionen. Die weitaus meisten dieser Einwanderer waren Europäer, der Anteil dieser Menschen an der Gesamteinwandererzahl betrug bis 1900 unverändert 86%. Ab 1930 ließ der Zustrom der Europäer allmählich nach und belief sich in den neunziger Jahren nur noch auf 22,9%. An ihre Stelle traten die Lateinamerikaner (44,3%) und die Asiaten (26,3%). Ab 1970 wurden die Lateinamerikaner immer zahlreicher und heute bilden sie ethnisch und sprachlich die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe des Landes. 1990 lebten in den USA 13 Millionen Mexikaner, 3 Millionen Puertoricaner und eine Million Kubaner. Auch die asiatische Gemeinschaft nimmt weiter zu und hat sich in nur zehn Jahren verdoppelt: von zweieinhalb Millionen 1980 auf fünf Millionen 1990.
Indigene Völker Kanada, Mexiko und die USA sind die einzigen Statten der Region, in denen noch indigene Bevölkerungen leben. In Kanada gibt es drei große Gruppen: Inuit, Mestizen und nordamerikanische Indianer. In den USA leben fast zwei Millionen Indianer, die 25 Stämmen angehören. Mit neun Millionen Indianer ist Mexiko das Land mit dem höchsten Prozentsatz der Eingeborenenbevölkerung. Rund 145 000 Inuit, früher "Eskimos" genannt, leben in Alaska, dem Norden Kanadas und in Grönland, wo sie 80% der Bevölkerung ausmachen. Ihre Lebensweise ist gekennzeichnet durch eine grundsätzlich auf den Fischfang ausgerichtete und je nach Region verschiedene Unterhaltswirtschaft.
Die etwa 77 000 Tarahumaras in Mexiko nennen sich selbst Raramuri, was "Läufer" bedeutet und auf ihre ethnischen Gewohnheiten verweist. Auch Ende des 20. Jahrhunderts leben sie noch in den Bergen im mexikanischen Norden und konnten ihre Bräuche größtenteils bewahren.
Die Blackfoot in den USA verdanken ihren Namen ihren Mokassins und nicht etwa schwarzen Füßen. Sie sind ein Volk der Prärie. Heute gibt es noch 37 000 Schwarzfußindianer, 1882 waren sie jedoch, nachdem die Grundlage ihrer traditionellen Wirtschaft - der Bison - verschwunden war, akut vom Aussterben bedroht.
Der Widerstand der Indianer in den USA
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