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Die Industrie als integraler Wirtschaftsbereich hat sich in Europa entwickelt. Dank der Kohle- und Energievorkommen war die europäische Wirtschaft lange von diesem Sektor abhängig. Erst als im Zuge einer großen Modernisierungswelle die Industrieanlagen verbessert wurden, lie0ß sich ein höherer Wirkungsgrad erzielen.
Förderung von Bodenschätzen Europa ist reich an Erzen und Metallen, wenngleich es seit einigen Jahrzehnten erste Anzeichen dafür, gibt, daß die Vorräte zur Neige gehen und die Nachfrage seiner hungrigen Industrie nicht mehr befriedigt werden kann. Historisch gesehen hat sich die europäische Industrie rund um den Bergbau entwickelt und die Industriegebiete entstanden in Bergbauregionen wie beispielsweise dem deutschen Ruhrgebiet.
Zinkproduktion (in Tonnen)
Erdgasförderung (in Milliarden m2)
Eisenerzeugung (in Milliarden Tonnen)
Erdölförderung (in Milliarden Tonnen)
Nach dem Ersatz der Kohle durch die Kohlenwasserstoffe als Energiequelle wurde die europäische Wirtschaft in zunehmendem Maße vom schwankenden Erdölpreis abhängig. Um diese Abhängigkeit zu verringern, wurden eigene Erdölvorkommen ausgebeutet (derzeit die wichtigste Energiequelle in Frankreich, Belgien und Litauen) und die mögliche Nutzung der erneuerbaren Energien (Erdwärme, Windkraft und Sonnenenergie) untersucht. Kernkraftwerke
Europa war die Wiege der industriellen Revolution, aber dieser Vorgang vollzog sich nicht in allen Länden in gleicher Weise. Die Industrialisierung begann in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Belgien. Nach dem Zweiten Weltkrieg weitere sie sich auch auf die Mittelmeerländer und die osteuropäischen Länder aus. Auch heute noch machen sich diese Unterschiede, wenngleich in geringerem Ausmaße, bemerkbar. Die Industrie in den ehemaligen kommunistischen Ländern wurde zudem durch eine lange Wirtschaftskrise beeinträchtigt, die einen technologischen Rückstand der Fabriken gegenüber dem übrigen Europa und aller anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zur Folge hatten. Kennzeichnend für diese kommunistischen Industrien war zudem, daß sie auf den Ausrüstungsgütern (Schwerindustrie) beruht, im Gegensatz zur westeuropäischen Industrie, die sich vor allem auf die Produktion von Konsumgütern spezialisierte. Nach anderthalb Jahrhunderten des Wachstums durchläuft Europa ebenfalls den Prozess der Entindustrialisierung, der die Weltwirtschaft ergriffen hat. |
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