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Nach Asien ist Europa der bevölkerungsreichste Kontinent und derjenige mit der ältesten Bevölkerung. Im Laufe des 21. Jahrhunderts wird sich dieser Kontinent wegen eines drastischen Rückgangs des Bevölkerungswachstums zum bevölkerungsärmsten (von Ozeanien abgesehen) Kontinent entwickeln. Faktoren wie die Einwanderung tragen teilweise zu einer Milderung dieses Problems bei. Anteil an der Gesamtbevölkerung Europas
Wegen eines drastischen Rückgangs der Geburtenrate in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hat Europa das geringste Bevölkerungswachstum der Welt. Von 1995 bis 2000 war das mittlere Wachstum gleich null, wogegen es sich weltweit auf 1,3% belief. Das Problem hat sich in den östlichen Ländern zugespitzt und man schätzt, daß die Bevölkerung Rußlands bis zum Jahr 2050 um 25 Millionen Einwohner schrumpfen wird.
Positives Wachstum
Nullwachstum
Negatives Wachstum
Der "Alte" Kontinent Die europäische Bevölkerung ist seit dem Mittelalter ständig gewachsen und besonders im 19. Jahrhundert angestiegen und zwar von 163 Millionen Einwohnern gegen Mitte des 18. Jahrhundert (20,6% der Weltbevölkerung) auf 720 Millionen Einwohner gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Die Wachstumszunahme hat sich jedoch verändert und man schätzt, daß sich die europäische Bevölkerung im Laufe des 21. Jahrhunderts auf das weltweit niedrigste Niveau sinken wird, wenn man einmal von Ozeanien absieht. Bis 2050 wird sie nur noch 7% der Weltbevölkerung ausmachen, eine Folge der verbesserten Lebensqualität in den europäischen Ländern. Einerseits ist die Geburtenrate wegen der gestiegenen Berufstätigkeit der Frauen und der verbreiteten Anwendung von Verhütungsmitteln gesunken. Andererseits ist die Lebenserwartung infolge der medizinischen Fortschritte erheblich gestiegen. Dies führt dazu, daß im Jahr 2050 35% der europäischen Bevölkerung älter als 60 Jahre sein wird. Zahlreiche Regierungen in Europa bemühen sich bereits um eine Lösung dieser enormen sozialökonomischen Probleme, da die sozialen Sicherungssysteme von einem schrumpfenden berufstätigen Bevölkerungsanteil finanziert werden müssen. Diverse Lösungen werden vorgeschlagen: eine größere Zuwanderung, eine Reform des Rentensystems, Einsparungen im Gesundheitswesen oder eine Anhebung des Rentenalters.
Bedeutendste Wanderungsströme im 20. Jahrhundert Obwohl aus Europa bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Menschen ausgewandert sind, ist der Kontinent dank des wirtschaftlichen Wachstums, der geringen Geburtenrate usw. ein Gebiet für Zuwanderer geworden. Diese Zuwanderer kommen aus der ganzen Welt mit unterschiedlichen Tendenzen je nach Land und konjunkturellen Erscheinungen. Die Zuwanderung läßt sich weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene zahlenmäßig erfassen. Der "Zuwanderungssaldo" ist ein Konzept, das verschiedene Aspekte umfaßt: Geburten von Kindern ausländischer Eltern, dauerhafte Einwanderung, Flüchtlinge, Illegale, vorübergehende Zuwanderung und Asylbewerber. Zahlen werden häufig aus politischen Beweggründen veröffentlicht. Die notwendige Anwesenheit von Zuwandern in Europa verhindert nicht, daß es in einigen Ländern feindselige Reaktionen gibt, wie die Wahlergebnisse nationalistischer und rechtsextremer Parteien in mehreren Ländern beweist. Länder mit höchster Zuwanderungsrate* (Zuwanderungsanteil an der Gesamtbevölkerung)
Die zehn "ältesten" Länder der Erde (Durchschnittsalter in Jahren)
Anteil der über 80jährigen an der Gesamtbevölkerung
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