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Eine begrenzte Oberfläche und ein wenig einheitliches Bodenrelief verhindern, daß es in Europa vergleichbar lange Flüsse wie den Amazonas oder den Mississippi gibt. Nur in der großen russischen Ebene kann ein Wasserlauf lange Strecken überwinden. Das europäische Wassernetz spielt allerdings in Geschichte und Wirtschaft des Kontinents eine bedeutende Rolle.
Die tausend Facetten der Donau Die Donau entspringt im deutschen Schwarzwald und fließt nach Osten bis in das Schwarze Meer. Nach der Wolga ist sie der zweitlängste Fluß Europas (2850 km) mit einem Becken von 817 000 km2 und einer mittleren Abflußmenge von 6500 m3. Die Donau durchquert neun europäische Länder; an ihrem Lauf liegen die Hauptstädte von Ländern: Österreich, Slowakei, Serbien und Ungarn. In den ersten Jahrhunderten n.Chr. ist die Donau zugleich Grenze des Römischen Reiches; heute dient sie mehreren Ländern Mittel- und Osteuropas als Staatsgrenze. Der Flußverkehr ist lebhaft sowohl auf der Donau selbst wie auch auf 60 ihrer 300 Zuflüsse. Die Nutzung des Gewässers ist zudem durch seine Zusammenführung über Kanäle begünstigt wird wie dies mit Oder, Main und Rhein geschehe ist: dadurch entwickelte sich der Handel zwischen Nordsee und dem Schwarzen Meer. Die Donau besitzt einen großen ökologischen Wert, insbesondere ihr Delta, eine Moor- und Lagunenlandschaft von mehr als 4300 km2 .
Kampf der Niederlande gegen das Meer Ein Drittel der Niederlande liegt unter dem Meeresspiegel. Ohne Eingriffe der Menschen würde die Nordsee die Hälfte des Landes bedecken. Um dies zu verhindern, haben die Einwohner Deiche, Polder und Pumpsysteme angelegt. Unter Polder versteht man ein Moorgelände, das durch Deiche vor dem Meer geschützt ist und landwirtschaftlich intensiv genutzt werden kann. Die ersten Arbeiten begannen im Mittelalter und ab dem 16. Jahrhundert nahmen sie wegen der nun möglichen Verwendung von Windmühlen zum Abpumpen des Wassers zu. Mit Schließung der Bucht von Zuidersee, der Regulierung des Scheide-, Maas- und Rhein-Deltas und dem Bau eines 30 km langen Deichs wurden die wichtigsten Arbeiten zur Landrückgewinnung allerdings erst im 20. Jahrhundert durchgeführt. Europäische Meere Merkmale der Meere Nordeuropas sind ihre geringe Tiefe (was - wie im Fall der Nordsee - die Erdölförderung erleichtert) und häufige Stürme. Mittelmeer und Schwarzes Meer sind dagegen ruhige Meere mit großen Tiefen.
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