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Afrika verfügt über mehrere der größten Edelstein- und Metallvorkommen der Welt. Diese Bodenschätze bringen den afrikanischen Ländern 60% ihrer Devisen ein. Aber in vielen Ländern ruht nahezu die gesamte Wirtschaft auf den Export von Erzen, Metallen und Brennstoffen. Ein Großteil der Industrie des afrikanischen Kontinents gliedert sich um diese Bodenschätze Erze und Energie Der afrikanische Boden enthält eine Vielfalt und große Mengen an Erzen und Energiequellen. Aber nur 5% der Investitionen fließen in den afrikanischen Bergbau ein. Dennoch ist der Handel mit Erzen und Metallen in vielen afrikanischen Ländern die Haupteinnahmequelle. Die wichtigste Bergbaunation des Kontinents ist Südafrika, dem 19% der Gold- und 10% der Diamantengewinnung auf der Erde zuzuschreiben ist. Der Anteil von Sambia - das ebenfalls zu den führenden Erzeugern zählt - an den weltweiten Kobaltfördermengen beträgt 13% und Sierra Leone verfügt über die größte Titanreserve. Der Kontinent erzeugt 30% des Urans, das in Atomkraftwerken in der ganzen Welt eingesetzt wird, wobei Südafrika das einzige afrikanische Land ist, das Kernenergie erzeugt. Es gibt außerdem große Erdgasvorkommen in Algerien und Erdölreserven an der Westküste, im Gabun-Becken, im Kongo und in der Demokratischen Republik Kongo sowie in Angola. Afrika verfügt über 40% der Wasserkraftenergie der Erde, aber schwieriges Gelände und mangelnde Finanzierung verhindern eine optimale Nutzung dieser Energie.
Industriesektor Die afrikanische Industrie ist eng mit dem Erzabbau und der Brennstoffgewinnung verbunden. Überdies haben sich in den meisten Erzeugerländern verarbeitende Industrien entwickelt. Andere wichtige Sektoren sind die Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie, die sich in erster Linie an den beschränkten lokalen Mark richten. Südafrika verfügt über die umfassendste industrielle Infrastruktur, aber auch Ägypten, Simbabwe und Algerien können große Produktionszentren vorweisen. Diese Industrien gruppieren sich in der Nähe der Großstädte. Afrika weist im Vergleich zu den Industrienationen auf einen historischen industriellen Rückstand. Außerdem ist es dem Kontinent nicht gelungen, mit dem Wachstum anderer Entwicklungsländer Schritt zu halten. Ende des 20. Jahrhunderts verzeichnete der afrikanische Industriesektor ein Wachstum von 2%, währen dies in Südostasien und Lateinamerika 8,4% bzw. 3,8% betrug.
Brennstoffexport (in % des gesamten Exports)
Erdgasproduktion (in Millionen m3)
Erdölproduktion (in Tausend Barrel/Jahr)
Erz- und Metallexport (in % der Gesamtexporte)
Industrielle Diamantenproduktion (in Tausend Karat)
Goldproduktion (in Kilo)
Eisenproduktion (in Millionen Tonnen)
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