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Die Bevölkerung Afrikas verteilt sich je nach natürlichen Ressourcen des Gebietes. Die hohe Bevölkerungsdichte der fruchtbaren Küstengebiete im Norden und Westen sowie Nigerias, des Niltals und der östlichen Hochebenen bilden einen Kontrast zu der allgemein geringen Bevölkerungsdichte. In den vergangenen Jahren verursachte die massive Landflucht eine spektakuläre Zunahme der Bevölkerung in den Städten. Die Sklaverei - Phantom Afrikas Trotz der Erinnerung an das Drama Tausender von Menschen zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert ist die Sklaverei in Afrika in Form des Handels mit 5- bis 14-jährigen Kindern wieder aufgetaucht. Dieses Problem betrifft ganz Westafrika, wo Schätzungen zufolge mindestens 200 000 Minderjährige zur Sklaverei verurteilt sind. Ebenso wie die Ausweitung des illegalen Handels mit erwachsenen Einwanderern spannte der Handel mit Minderjährigen ein dichtes Netz, das in Ländern wie Benin oder Togo seinen Ursprung nimmt. In diesen Ländern profitieren Menschenhändler von der extremen Armut der Familien und kaufen die Kinder für 15 bis 20 $, indem man ihnen für kleinere Arbeiten eine Schulausbildung verspricht. Dann werden die Kinder für etwa 480 $ an Kakao- oder Zuckerrohrplantagenbesitzer in Ländern wie Code d'Ivoire, Kamerun, Gabun und Nigeria verkauft. Die Mädchen werden im allgemeinen an reiche Familien der großen afrikanischen Metropolen verkauft,. um häusliche Arbeiten zu verrichten. Die meiste Zeit erhalten die Kinder keinen Lohn und werden körperlich und sexuell mißhandelt. Afrika ist auch die Region, in der Kinderarbeit am meisten verbreitet ist: bis zu 41% der Minderjährigen des Kontinents sind davon betroffen. Bevölkerungsexplosion in den Städten Obwohl die meisten Afrikaner die ländliche Tradition bewahren, leben bereits 38% der Bevölkerung des Kontinents in Städten. Diese explosionsartige Bevölkerungsentwicklung in den Städten - zwischen 1950 und 1980 um 600% - wurde durch eine starke Landflucht begünstigt, die in Afrika mehr durch die ländliche Krise als die urbane Entwicklung motiviert war. Städte wie Khartum, Lagos oder Nairobi verzehnfachten ihre Bevölkerung in den vergangenen 40 Jahren, aber die mangelhafte Stadtplanung führte zu Situationen wie der Stadt der Toten in Kairo, wo ungefähr 500 000 Menschen in Grabmälern und Mausoleen der Gräberstadt wohnen. Das ausufernde Bevölkerungswachstum Kairos führte dazu, daß etwa 1 000 000 Wohnungen mehr gesucht werden als angeboten sind. Höchste Bevölkerungsdichte (Einwohner je km2)
Geringste Bevölkerungsdichte (Einwohner je km2)
Am stärksten urbanisierte Länder
Am wenigsten urbanisierte Länder
Größter Anteil armer Stadtbevölkerung
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