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Der Primärsektor spielt in Afrika eine bedeutende Rolle. Ein hoher Anteil der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft und der Viehzucht, wobei die Ernährung der eigenen Familie im Mittelpunkt steht. Neben dieser Erzeugung für den Eigenbedarf gibt es auch sogenannte "crash crops" (für den Handel bestimmte Landwirtschaftserzeugnisse), auf die mehrere Länder ihre Wirtschaft aufbauen. Dieser Sektor zeichnet sich durch eine geringe Mechanisierung und niedrige Erträge aus. Die zwei Gesichter der afrikanischen Landwirtschaft Die afrikanische Landwirtschaft hat zwei Gesichter. Eines davon ist die traditionelle Landwirtschaft für den Eigenbedarf, die von Kleinbesitzern betrieben wird und sich auf den Anbau von Kulturen für den lokalen Verzehr stützt. Das zweite sind die Exportkulturen, die ca. 40% des afrikanischen Ackerlandes beanspruchen. Dabei handelt res sich um große Plantagen, die in der Regel von europäischen Gesellschaften geleitet werden und auf denen landwirtschaftliche Erzeugnisse für den internationalen Markt produziert werden. Dies sind in erster Linie Kakao (69% der Weltproduktion), Bananen (74%), Kaffee, Tee und Erdnüsse. Schwächen der Landwirtschaft Afrika ist ein Agrarkontinent: südlich der Sahara arbeiten mehr als 60% der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft, in den nordafrikanischen Ländern 28%. Aber dieser Arbeitskräfteanteil ist nicht proportional zur Produktion, die den Bedarf des Kontinent nicht zu decken vermag. Jährlich werden 30 Millionen Tonnen mehr Lebensmittel verzehrt als produziert. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe, die von der Trockenheit eines Großteils des Kontinents über das Klima (Dürren, Wolkenbrüche usw.) bis hin zu geringen Mechanisierung reichen. Auf keinem anderen Kontinent gibt es weniger landwirtschaftliche Maschinen als in Afrika. In den USA werden so z.B. neunmal mehr Traktoren als in ganz Afrika eingesetzt und Argentinien verfügt über mehr Mähbinder und Mähdrescher als alle afrikanischen Länder zusammen. Überdies ist die Entwicklung der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten hinter der Bevölkerungsentwicklung zurückgeblieben. Viehzucht Auf dem afrikanischen Kontinent herrscht die traditionelle Tierzucht vor. Dies wird besonders veranschaulicht durch die nomadischen Viehhirten in Gebieten, in denen das Klima keine Landwirtschaft erlaubt. Die afrikanische Viehzucht ist nahezu ausschließlich für den lokalen Verzehr bestimmt und nur Südafrika und der Sudan exportieren geringe Fleischmengen. In Afrika gibt es aufgrund des hohen islamischen Bevölkerungsanteils in vielen nordafrikanischen Ländern weit weniger Schweineherden als auf anderen Kontinenten. In gewissen süd- und zentralafrikanischen Regionen erlaubt die Nagana-Seuche, die durch die Tsetse-Fliege übertragen wird, keine Viehzucht.
Fischerei Die Fischerei ist der am stärksten geschützte Primärsektor. Der Großteil der Produktion ist für den lokalen Verzehr bestimmt. Nur Marokko, Senegal, Cote d'Ivoire, Südafrika und Namibia verfügen über eine starke Fischerei, die kommerziell genutzt wird. Der Fischfang in den Binnengewässern spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, insbesondere in der Region der Großen Seen. In Tansania, Uganda, Kenia und Nigeria spielt der Süßwasserfischfang die wichtigste Rolle.
Erwerbstätige in der Landwirtschaft (in %)
Getreideproduktion (in % Afrikas)
Getreideexport (in % Afrikas)
Kakaoexport (in % Afrikas)
Kaffee-Export (in % Afrikas)
Bananenproduktion (in % Afrikas)
Wollproduktion (in % Afrikas)
Milchproduktion (in % Afrikas)
Fischproduktion (in Millionen Tonnen)
Fischexport (in Millionen Tonnen)
Geflügelfleischproduktion (in Millionen Tonnen)
Rindfleischproduktion (in Millionen Tonnen)
Schaffleischproduktion (in Millionen Tonnen)
Produktion nach Gattungen (Mengenangaben in Stück)
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