Internationale Transporte als Motor der Globalisierung

Als Kolumbus im Mittelalter in See stach und Indien entdecken wollte, aber Amerika fand, da gab es auf der Welt schon vielfältige Handelsbeziehungen. Indien und China hatten leistungsfähige Manufakturen, die ihre Waren in die ganze Welt exportierten. Erst mit der Kolonialisierung liess die Wirtschaftskraft der beiden Länder nach. Seitdem sie sich wieder frei in den Weltmarkt einfügen können, steigt ihr Anteil am Welthandel rapide. China ist der Aufstieg zur Werkstatt der Welt längst gelungen, aber auch in Indien finden rasante Entwicklungen auch im Bereich der Hochtechnologie statt.

Der Welthandel bekommt durch die Entwicklungen immer wieder neue Impulse. Besonders internationale Transporte profitieren davon. Riesige Containerschiffe pendeln ständig zwischen Ostasien, Europa und Nordamerika. In beide Richtungen werden Güter transportiert: In Richtung Indien und China hochwertige Industrieausstattungen, von dort kommen Textilien, Lebensmittel, aber auch immer mehr Geräte und Maschinen.

Aber auch im Bereich der Europäischen Union und ihrer Nachbarstaaten haben internationale Speditionen in den vergangenen zwanzig Jahren stark zugelegt. Preiswerte Produktion in Osteuropa wird von vielen europäischen Unternehmen genutzt, um die osteuropäischen und die Heimatmärkte zu versorgen. Dabei entstehen gewaltige Warenströme, die über die internationalen Autobahnen und Eisenbahnstrecken zwischen Ost- und Westeuropa abgewickelt werden. Grosse Aufgaben für internationale Transporte gibt es aber auch in der Gemüse- und Obstversorgung zwischen Nord- und Südeuropa. Kommen im Frühjahr die Lkw aus Spanien, Griechenland und der Türkei mit Frühgemüse, so transportieren im Hoch- und Spätsommer, wenn in Südeuropa nichts mehr wächst, die Lkw Gemüse vom Niederrhein und aus den Niederlanden in den Süden Europas. Internationale Transporte werden in Zukunft noch mehr an Wichtigkeit gewinnen, weil eine weitere Zunahme des internationalen Warenaustausches erwartet wird. Dabei steigen die Anforderungen an die Warenlogistik immer mehr: Grosse Dienstleister transportieren inzwischen nicht nur, sondern übernehmen auch die Feinverteilung der Waren. Bild: Florentine  / pixelio.de

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