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Fachwörterbuch - G -

Gabbroschale --> Bestandteil des --> Schalenbaus der Erde im Bereich der kontinentalen --> Erdkruste. Die basischen Silikate der G. werden von darüber liegenden sauren Silikaten der --> Granitschale durch die --> Conrad-Diskontinuität getrennt.

Gebirge --> allgemein Gruppe von markanten Vollformen, d.h. von --> Bergen, Tälern und Hochflächen, die von niedriger gelegenen Erdoberflächenteilen umgeben sind und gegen diese eine deutliche Grenze aufweisen. Die G. sind mit charakteristischen Faktoren ausgestattet, die den Lebensraum des Menschen meist einschränken oder bestimmte Anpassungen erzwingen. Darauf nehmen die Begriffe --> Hochgebirge und Höhenstufe Bezug.

Gebirgswald --> allgemeiner Begriff für die Besonderheiten der Standortbestimmungen im --> Gebirge, wobei infolge zunehmender Höhe eine Temperaturabnahme und - meist auch eine - Niederschlagszunahme erfolgt, so daß sich Wälder herausbilden, die für einzelne Höhenstufen charakteristisch sind.

gemäßigte Zone --> Klimazone in mittleren Breiten mit mildem Klima. Sie nimmt die Gebiete zwischen den warmen --> Tropen und den kalten Polarregionen ein.

Geosphäre (geographische Hülle) --> der dreidimensionale Landschaftsraum der Erdoberfläche mit seinen Funktionsbeziehungen zur --> Atmosphäre, Hydrosphäre und Lithosphäre. Die G. entspricht damit weitgehend dem Begriff der  Landschaftshülle.

Gestein --> die Substanz der --> Erdkruste, die verschieden stark verfestigte Mineralmengen darstellt, die gelegentlich von nur einigen Mineralarten dominiert werden können.

iconfilm2.gif (1390 Byte)Einen Film zum Thema Gestein können Sie hier sehen.

Getreide --> Pflanzen aus der Familie der Gräser, die speziell gezüchtet wurden, um hohe Erträge an eßbaren Körnern für den Verbrauch von Menschen und Tieren zu erzielen. Die wichtigsten sind Weizen Reis und Mais.

Getto --> Ein Elendsviertel in einer Stadt, das von einer --> ethnischen Minderheit bewohnt wird.

Gewitter --> die von --> Blitz und --> Donner   und in der zweiten Phase von kurzen Starkregen begleitete luftelektrische Entladung in Haufenwolken mit großer Vertikalerstreckung. G.-Wolken entstehen durch starke Umlagerung erwärmter Luft, in der Wasserdampf in großem Umfang kondensiert. Starke Vertikalströmungen lassen die Wolke bis gegen 10.000 m hoch wachsen, woraus eine Vereisung der oberen Schicht resultiert, mit welcher die Entstehung der Ladungsdifferenzen, die durch den massenhaften Tropfenfall noch verstärkt werden, zusammenhängt. Am häufigsten treten die durch das Aufsteigen erhitzter Luft entstehenden Wärme-G. in Erscheinung. Von der Jahreszeit weniger abhängig und meist weniger ausgeprägt sind die Front-G., welche an der Einbruchsfront von Kaltluftmassen entstehen.

Geysir --> siehe unter Thermalquellen.

Gezeiten --> die in etwa 12 5-stündigem Rhythmus ablaufenden Wasserstandsschwankungen der --> Meere. Das Steigen des Wassers heißt --> Flut, das Fallen --> Ebbe. Der Unterschied zwischen Niedrig- und Hochwasserstand beträgt oft 2-5 m. Die fluterzeugende Kraft als Folge der Anziehungskraft des Mondes und der Sonne sowie der Zentrifugalkraft im System Erde-Mond hat eine vertikale und eine horizontale Komponente. Senkrechte Wasserstandsschwankungen und waagerechte Verschiebungen der Wassermassen (g-Strömung) überlagern sich. So werden gewissermaßen Wassermassen von zwei gegenüberliegenden Vierteln der Erdkugel abgezogen und strömen auf der anderen beiden Viertel; der Wasserkörper verformt sich elliptisch.

Gipfel --> höchster Punkt eines --> Berges.

Gitternetz --> Auf --> Karten (Stadtplänen, Atlaskarten) befindet sich oft ein G. aus waagerechten und senkrechten Linien. Auf diese Weise entstehen Planquadrate. am oberen und unteren Kartenrand sind Buchstaben, an den Seiten Zahlen aufgeführt, womit jedes Planquadrat bezeichnet werden kann (z.B. B5). Sucht man einen Ort auf der Karte, findet man ihn leicht, wenn man das Planquadrat kennt, in dem er liegt.

glazial --> Zeit- Klima- Ökosystemzustands- Sediment- und  Formbegriff vielfältiger Bedeutung, aber immer mit dem Grundgehalt, "unter Eisbedingungen entstanden vom Eis geschaffen".

Gletscher --> Sie sind verhältnismäßig homogene Körper, zusammengesetzt aus Eiskristallen mit einer Dichte von 0 9 g/cm3. Sie bedecken etwa 10% der Erdoberfläche und halten 75% des gesamten Süßwassers auf dem Festland zurück. Wir unterscheiden Hochgebirgsgletscher und kontinentale Eisberge in Polargebieten. Die riesigen Kontinentalgletscher sind Reste der Eiszeit, die in unseren geographischen Breiten etwa vor 12.000 Jahren zu Ende ging. Sie enthalten etwa 2% des Wassers der Erde. Im Unterschied zu ihnen sind die Hochgebirgsgletscher viel kleiner, ihre Form paßt sich dem Relief an. 85% aller Eisberge gehören zur Antarktika, 12% zu Grönland und nur 3% bilden Hochgebirgsgletscher. Unter dem Einfluß von verschiedenen Faktoren (Druck der anwachsenden Masse, Erdanziehungskraft, Neigung der Unterlage) bewegen sich die Gletscher ständig. Im Unterschied zu den Hochgebirgsgletscher, die in Form von langen Zungen die Täler herabgleiten, fließt die Eismasse der kontinentalen Eisberge von der Mitte zu den Rändern. Mächtige Eisschollen brechen ab und werden mit den Meeresströmen weit ins Meer getragen. Im Jahre 1966 wurden auf der nördlichen Halbkugel südlich vom 48. Breitengrad keine einzige Eisscholle beobachtet, aber 1984 waren es 2202. Jeder Eisberg zeichnet sich durch einen eigenen Bewegungsrhytmus aus, der sich in bestimmten Zeitabschnitten ändern kann. Die Alpengletscher bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 80-150 m/Jahr, die im Himalaja mit 700 - 1300 m/Jahr. Sehr schnell sind die Gletscherzungen an der Küste Grönlands mit 1100 - 9900 m/Jahr.

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iconfilm2.gif (1390 Byte)Einen Film zum Thema Gletscher können Sie hier sehen.

globale Erwärmung --> Anstieg der Durchschnittstemperatur der Erde, die dem "Treibhauseffekt" zugeschrieben wird.

Globus --> das verkleinerte Abbild der Erde.

Gondwanaland (Gondwania) -_> großer Südkontinent, der seit dem  Präkombrium bestehend und Teile der heutigen Südkontinente zu einer einheitlichen Landmasse zusammenschloß. Dazu gehörten Teile  Südamerikas, Afrikas, Vorderindiens, Antarktika und Westaustraliens. Die Trennung vollzog sich über lange Abschnitte der Erdgeschichte. Dabei waren Vorgänge der --> Plattentektonik und der --> Kontinentalverschiebung ausschlaggebend.

Gott --> Übermenschliches Wesen, Gottheit, das/die angebetet wird und von dem/der man glaubt, daß es/sie göttliche Macht über einen Teil des Universums hat oder der Schöpfer aller Dinge und Erscheinungen ist und als solcher verehrt wird.

Gradnetz --> --> Karten sind mit einem G. überzogen, das der Ortsbestimmung dient.

Granitschale --> Bestandteil der --> Erdkruste im --> Schalenbau der Erde. Im Bereich der kontinentalen Erdkruste wird der oberste oberflächennahe Teil von der Granit-Gneis-Schale - also sauren Silikatgesteinen - gebildet. Die Untergrenze zur --> Gabbroschale bildet die --> Conrad-Diskontinuität.

Großmacht --> Staat, der durch sein militärisches, politisches und/oder wirtschaftliches Potential einen bestimmenden Einfluß auf große Teile der Erde ausüben kann. In der Regel beherrscht eine G. andere Länder als Kolonien. Der Übergang zur Weltmacht ist ungenau definiert.

Grube --> Bergwerksbetrieb unter und über Tage.

Grundwasser --> das im Untergrund angesammelte, die Hohlräume der Lockersedimente und des Gesteins füllende, Wasser, welches sich durch Versickern des Niederschlags und das Eindringen von Flußwasser aus dem Gerinnebett bildet. G. unterliegt dem Einfluß der Schwerkraft und Druckes.

grüne Revolution --> Einführung hochergiebigen Saatguts (besonders Reis und Weizen) und moderner landwirtschaftlicher Techniken, um die Erträge der Landwirtschaft in den --> Entwicklungsländern zu erhöhen. Sie begann Anfang der 60er Jahre.

Guerilla --> Mitglied einer irregulären militärischen Einheit, die Unruhe schürt und Sabotageakte verübt.

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Synonyme
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